Rottenburger Domsingknaben

Der Chor der Rottenburger Domsingknaben entstand 1960 auf Initiative des damaligen Domkapellmeisters Harald Kugler durch Erweiterung und Ausbau einer seit 1959 bestehenden Knaben-Choralschola. Der junge Chor entwickelte sich unter seiner Leitung in den folgenden Jahren durch konsequente Aufbauarbeit zu einem leistungsfähigen und vielseitigen Klangkörper. Auch seine beiden Nachfolger setzten diese Arbeit kontinuierlich fort. 1990 übernahm Domkapellmeister Frank Leenen die künstlerische Leitung des Ensembles; von 1999 bis April 2008 lag sie in den Händen von Domkantor Bernhard Kugler und von September 2008 bis Oktober 2009 von Domkantor Guido Mürmann. Von November 2009 bis Juli 2010 leitete Kantor Wilfried Rombach den Rottenburger Knabenchor. Seit September ist Peter Lorenz neuer Domkantor. In den verschiedenen Alters- und Leistungsgruppen singen heute 140 Knaben und junge Männer, davon ca. 70 im Konzertchor und bei den Männerstimmen. Die aus Rottenburg und Umgebung kommenden jungen Sänger treffen sich bis zu 3 Mal wöchentlich zu Proben in der Domsingschule.

Die vornehmste Aufgabe der Domsingknaben ist die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in der Rottenburger Bischofskirche, alternierend mit dem Domchor und der Mädchenkantorei des Rottenburger Domes. Wie allen Chören am Dom, so obliegt auch den Domsingknaben die Pflege der gesamten abendländischen geistlichen Chorliteratur, von der Gregorianik bis zur Moderne. Neben diesem liturgischen Dienst sind die Rottenburger Domsingknaben mit ihrem Konzertchor häufig zu Gottesdiensten und Konzerten in der näheren und weiteren Umgebung sowie im Ausland unterwegs. Zu a-cappella-Konzerten kommen auch konzertante Aufführungen mit Orchester mit Werken der klassischen Konzertliteratur.

Auftritte unterschiedlichster Art sorgen für ein abwechslungsreiches Chorleben. So sangen die Domsingknaben bei einer Diözesanwallfahrt in der Capella Sistina in Rom, die Männerstimmen bei der ersten Chorolympiade in Linz, bei zwei Konzerten in der Liederhalle in Stuttgart, sowie in etlichen Kathedralen Deutschlands. Angeschlossen an den internationalen Verband PUERI CANTORES nahmen die Rottenburger Domsingknaben immer wieder an den großen Veranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene teil, so in Loreto, Rom und Lecco (Italien), London, Antwerpen und anderen. Im Rahmen des "32. Internationalen Chorfestivals der Pueri Cantores 2004" traten die Domsingknaben in einem Konzert in der Kölner Philharmonie auf.

 

DSK in England

Der Chorleiter

Peter Lorenz, geboren 1963 in Bad Waldsee, studierte Kirchenmusik an der Kirchenmusikhochschule Rottenburg und an der Musikhochschule Stuttgart (Orgel bei Prof. Jon Laukvik, Chorleitung Prof. Dieter Kurz) und ergänzte dieses Studium durch Meisterkurse in Chorleitung, insbesondere zur Historischen Aufführungspraxis, u.a. bei Hermann Max und Prof. Manfred Cordes.

Diesem Studium folgte, ebenfalls an der Musikhochschule Stuttgart, ein Kontaktstudium im Fach Traversflöte bei Hans-Joachim Fuss.

Nach dem A-Examen 1992 wurde Peter Lorenz hauptamtlicher Kirchenmusiker der Gemeinden St. Johannes und Christkönig in Backnang und Dekanats­kirchen­­musiker für das Dekanat Backnang.

Dort leitete er die Kirchenchöre, die Kinderchöre in mehreren Altersgruppen und gründete den ökumenischen Jugendchor „CHORios“ sowie den „Känguruh-Chor“, dazu kam die künstlerische Leitung der Konzertreihe „Musik in St. Johannes“ und Konzerte im oratorischen Bereich mit der Chorgemeinschaft Christkönig/St. Johannes. 

Nach neun Jahren in Backnang wechselte Peter Lorenz in den Schuldienst, zunächst als Musikalischer Leiter der Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg und von 2002 bis 2012 als Musiklehrer am Rottenburger

St. Meinrad-Gymnasium.

Neben Klassenunterricht in allen Klassenstufen leitete Peter Lorenz dort die Schulchöre und die Big-Band.

Im September 2010 übernahm er als Domkantor die Leitung der Rottenburger Domsingknaben.